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Einer neuen Bitkom-Studie zufolge haben virtuelle Angriffe auf Unternehmen in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen: Hochgerechnet auf das Jahr 2019 entsteht deutschen Unternehmen mittlerweile ein Gesamtschaden von 102, Milliarden Euro. Brisant: Über ein Drittel der Angriffe stammen aus den eigenen Reihen.

 

Die Gier nach dem virtuellen Rohstoff

Daten gelten als das Gold der Zukunft: Mittels Tracking und Cookies werden gezielte Werbebotschaften platziert, Spyware fangen Passwörter ab und Algorithmen sind in der Lage, Wahlen zu beeinflussen. Das Brexit-Votum sowie die USA-Präsidentenwahl 2016 stellen Paradebeispiele dar, wie hochmoderne Software in den falschen Händen zu einer Gefahr für die Demokratie erwachsen kann. Wesentlich häufiger – und zu einem Großteil sogar unbemerkt – werden jedoch nicht Wähler oder Regierungseinrichtungen, sondern Unternehmen das Ziel von virtuellen Angriffen.

Der Verband Bitkom lieferte Anfang November erschreckende Zahlen: Im Vergleich zum Jahr 2017 verdoppelte sich die Anzahl der Angriffe, die dem Straftatbestand der Internetkriminalität zugerechnet werden. Der Bitkom-Präsident Achim Berg betont, dass neben der Quantität auch die Qualität zugenommen habe. Eine beunruhigende Entwicklung, denn bisweilen sind auch die deutschen Sicherheitsbehörden nur mittelmäßig in puncto Cyberabwehr aufgestellt. Beispielsweise wurde in der Vergangenheit gar der Bundestag Opfer einer „maßgeschneiderten Attacke“. Ziel sind und bleiben jedoch: Daten! Zugangsberechtigungen, Absatzzahlen, Patientenakten und viele weitere Informationen können als Druckmittel eingesetzt werden oder der Manipulation dienen – Stichwort Onlinebanking!

 

Die Studie in Zahlen

Ein Anstieg von Cyberangriffen um 100 Prozent in 2 Jahren – das Fazit der aktuellsten Bitkom-Studie erschreckt. Sollte man meinen. Tatsächlich jedoch warnen Experten seit Jahren vor dem Datenhunger hiesiger Konzerne. Mittlerweile habe sich eine weltweite Datensammel-Manie eingestellt, die in erschreckender Weise auch den kleinen Mann von der Straße zum Verhängnis werden kann. So kann diesem etwa einzig und allein auf Grundlage von Browser-Analysen und Datenabgleichen ein Kredit ausgeschlagen werden. Aufgrund dieser Datenmenge und Sammelpraxis scheint sich in vielen Köpfen und Unternehmen eine Gleichgültigkeit festgesetzt zu haben, die nun Kriminelle zunehmend ausnutzen.

Die aktuelle Bitkom-Studie sieht für Deutschland insbesondere eine Gefahr als Unternehmensstandort: Drei Viertel von 1.000 befragten Wirtschaftsvertretern gaben an, in den vergangenen zwei Jahren Ziel einer Cyber-Attacke geworden zu sein! Über ein Zehntel hegt überdies einen Verdacht und in jedem fünften Fall scheinen sensible Daten entwendet worden zu sein. Datenlecks, wie sie regelmäßig bei kleinen Unternehmen à la Knuddels, aber ebenso wie bei großen Playern wie Yahoo festgestellt werden, bereits etliche Male zu saftigen Strafen. Weit mehr Ängste als vor Bußgeldern schüren Unternehmen jedoch Ängste vor dem Image-Schaden. Ergo bleiben viele Vorfälle ungemeldet, sodass die Zahl der tatsächlich getätigten Angriffe den neuen Rekordwert nochmals übertrumpfen dürfte. Das vermeintlich größte Dilemma: Über ein Drittel der Angriffe erfolgt durch Interna! Also Mitarbeiter, die entweder absichtlich oder durch Dritte geleitet zum Beispiel das Firmennetzwerk hacken und sensible Dokumente auf externen Speichermedien abführen. So warnt auch Achim Berg: „Gut geschulte Mitarbeiter sind der effektivste Schutz.“

 

Rüsten Sie sich für die Zukunft – noch heute

Sicdata warnt bereits seit Jahren: IT-Sicherheit ist Chefsache! Leider werden allerdings nach wie vor viele grundlegende Abwehrmaßnahmen in Unternehmen vernachlässigt. Die Folge: Auf nahezu allen Ebenen, angefangen bei der Anmeldung über den Druckerraum bis hin zur Buchhaltung, klaffen dramatische Sicherheitslücken. Immerhin lassen sich diese Lücken schließen – sofern sie erkannt werden. Auftritt Sicdata! Wir haben uns auf Themen wie Datenschutz und Cybercrime-Abwehr spezialisiert, effiziente Konzepte für eine größtmögliche IT-Sicherheit erschlossen und bieten seit einiger Zeit Awareness-Module an. Testen Sie unter realen Bedingungen Mitarbeiter und Sicherheitssysteme, decken Sie potenzielle Einfallstore auf und erarbeiten Sie mit uns einen Rundumschutz vor Wirtschaftsspionage, Virenbefall, Erpresser-Software und, und, und.

Autor: Jan Lauer
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