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Eigentlich war der Launch ja im April diesen Jahres geplant, nun wurde es doch der Juni. Sieben Wochen dauerte die Entwicklung. Ein großes Projekt, welches zusammen mit dem Robert-Koch-Institut, der Bundesregierung, der Telekom und Vertretern von SAP auf die Beine gestellt wurde. Um zwei Uhr nachts konnte man die App schon herunterladen – zumindest bei Google. Apple hat da ein bisschen länger gebraucht.

Corona APP

Ziel der App ist es, Menschen vor Begegnungen mit infizierten Kontakten zu warnen. Je mehr Menschen sich der App aneignen und diese benutzen umso besser wird dieses System funktionieren. Aktuell wird darüber diskutiert, ob nicht ein Gesetz veranlasst wird, welches die Nutzung der App auf freiwilliger Basis festschreibt, denn sonst könnte es passieren, dass Unternehmen auf die Nutzung der App beharren.

Aktuell ist noch nicht ganz klar, wie gut das Warnsystem funktioniert – es handelt sich hierbei um eine Weltneuheit, die es so noch nicht auf dem Markt gab. Angezweifelt wird hier die Bluetooth Nutzung – IT-Experten betrachten das Ganze mit einem kritischen Auge.

Ziel der App ist es, dazu beizutragen die Ausbreitung des COVID-19 Virus einzudämmen. Das dahinterliegende Prinzip ist einfach. Infiziert sich ein Nutzer mit COVID-19, erhalten alle Kontaktpersonen der vergangenen 14 Tage, die die Software auch nutzten einen Hinweis über die App. So können diese sich vorsorglich in Quarantäne begeben, auch wenn Sie selbst keinerlei Symptome zeigen.

Wenn dies so funktioniert, wie oben beschrieben, ist die App ein sehr effektives Mittel zur Bekämpfung des Coronavirus.

Nehmen wir an, sie sitzen im Café und eine infizierte Person befindet sich in Ihrer Nähe, weiß aber nicht, dass Sie infiziert ist, da die Inkubationszeit noch nicht um ist. Erst Tage später wird diese Person positiv auf Covid-19 getestet. Sie haben währenddessen im Café die App aktiviert gehabt – sofern die Smartphones sich lange genug „nahe“ waren, bekommen Sie einen Warnhinweis im Nachhinein, dass die Person, welche infiziert war, sich in Ihrer Nähe aufgehalten hatte – so können Sie selbst schnell handeln. Ob ein infizierter in der App angibt, dass er sich mit COVID-19 angesteckt hat, ist jedoch freiwillig.

 

Und alles über Bluetooth

Über Bluetooth wird der Abstand zwischen den verschiedenen Personen geschätzt. Hierfür wird regelmäßig mittels BLE gefunkt. Dabei erkennt BLE Signale anderer. Kommen sich zwei Menschen nahe, werden die IDs ausgetauscht, das Ganze soll verschlüsselt von statten gehen um Anonymität zu gewährleisten.

 

Risikoberechnung

Nicht jeder erkrankt direkt an Corona, wenn er mit einer infizierten Person Kontakt hatte. Die Corona-Warn-App bildet verschiedene Risikofaktoren ab. Darunter gehören:

  • Wie lange ist der Kontakt mit der infizierten Person her?
  • Wie lange hat der Kontakt bestanden und wie nahe sind sich die Personen gekommen?
  • Welches Übertragungsrisiko bestand bei der erkrankten Person?

Die App nutzt diese Daten und multipliziert diese Werte – dabei errechnet Sie ein Resultat, bei dem ein bestimmter Schwellenwert ausgespuckt wird, den das RKI vorgibt. So soll der Nutzer eine einfache, verständliche Warnung angezeigt bekommen.

 

Was die Zuverlässigkeit der App angeht, so kann man dies nur sehr schwer sagen, da die Smartphones den Abstand zwischen den Personen ja nur grob schätzen können. BLE ist für eine genaue Messung von Abständen nun mal nicht ausgelegt. Hinzu kommt, dass BLE nicht weiß, ob wir uns „draußen“ bewegen oder uns gerade in einem Bus, einer Bahn oder im eigenen Auto befinden.

 

 Und was ist mit dem Datenschutz? Was ist mit meiner Privatsphäre?

Es sieht nicht danach aus, dass Sie sich um Ihre Privatsphäre sorgen machen müssten. Das Konzept sieht vor, dass alle Teilnehmer und App Nutzer anonym bleiben – das ist auch wichtig, sonst würde sich wohl kaum einer die App herunterladen. Bei der Kontaktverfolgung kommen anonymisierte Schlüssel zum Einsatz, welche sich regelmäßig ändern. Einen digitalen Fingerabdruck gibt es sozusagen nicht und werden auch nicht zentral gespeichert. Gespeichert werden die schlüssel dezentral auf den Smartphones – auf dem Servern der Betreiber liegt nur eine Liste mit Schlüsseln von infizierten Personen.

Ulrich Kleber – der Bundesdatenschutzbeauftragte teilte mit, dass die App einen soliden Eindruck macht.

 

Quellenverweis: handelsblatt.com

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